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Im Harzkreis leben – in intakter Natur und sauberer Umwelt

Im Harzkreis leben bedeutet leben im und mit dem länderübergreifenden Nationalpark Harz, der zugleich ein bedeutender Standortfaktor ist. Zunehmend erweist sich der Nationalpark als Motor im touristischen Bereich.

Die landkreisübergreifende Weiterentwicklung des Naturparks und des Geoparks „Harz“ findet unsere Unterstützung. Gerade im Harz muß der Naturschutz durch ausgewiesene Flächen, wie den Harzer Bachtälern, den Gebieten im Bodetal und der Selkeaue, höchste Priorität haben.

Hochwasserschutz soll Mensch und Natur dienen. Wichtig ist die Pflege der Flußläufe und der Uferbereiche. Vorrang hat der innerörtliche Hochwasserschutz.

Wir setzen uns für den Erhalt unserer Wälder und natürlicher Lebensgrundlagen ein und wenden uns gegen weitere Waldprivatisierung und für eine nachhaltige Nutzung unter strenger Kontrolle. Der Landschaftspflegeverband Harz findet weiterhin unsere Unterstützung. Seine Arbeit sollte auf weitere Gebiete im Unterharz ausgedehnt werden.

Aus ökologischer Verantwortung für die kommenden Generationen treten wir für ein konsequentes Umdenken in der Energiepolitik und zur beschleunigten Anwendung erneuerbarer Energieformen, insbesondere zur massenhaften Nutzung der Solarenergie ein. Wir sollten deshalb alle kommunalpolitischen Festlegungen (insbesondere die Bausatzungen), die der verstärkten Anwendung von Solarenergie entgegenstehen, auf den Prüfstand stellen und den neuen Anforderungen anpassen.

Für alle Landkreisimmobilien, einschließlich Schulen, ist kurzfristig ein Energiepass zu erstellen. Investitionen sind mit dem Ziel der Einsparung von Betriebskosten in Verbindung mit der Anwendung erneuerbarer Energien einzusetzen.

Die Erfahrungen von Wernigerode im Zusammenhang mit der Agenda 21[i] sind auf den Harzkreis zu übertragen und weiterzuentwickeln. Alle Kreistagsbeschlüsse sind auf sozialverträgliche, Ressourcen sparende und umweltverträgliche Inhalte zu prüfen.

Wir schlagen vor, dass der Harzkreis einen „AGENDA-PREIS“ einführt. Dieser Preis, der regelmäßig in Abstimmung mit der Gesellschaft der Schule der Nachhaltigkeit e.V. zu vergeben wäre, könnte „Zanthier[ii]-Preis für Nachhaltigkeit“ heißen.

Planungen und andere Vorbereitungen für einen Flugplatz im Norden von Wernigerode sind zu beenden. Wir sind für die Nutzung des vorhandenen Flugplatzes bei Ballenstedt.

Wir unterstützen eine solche Ansiedlung von Gewerbestandorten in traditionellen Gewerbe- und Industriegebieten, die aus regionalplanerischer Sicht zur Minimierung der Investitionskosten und zur Reduzierung des Flächen-, Energie- und Rohstoffverbrauchs führen. Dabei gilt der Grundsatz: Vorrang hat die Nutzung vorhandener Flächen vor  Ansiedlung auf der grünen Wiese.


[i] Aufbauend auf der UN-Konferenz von 1992 gründete der Landkreis Wernigerode 1998 eine Lokale Agenda 21. Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, alle wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entscheidungen nach dem Grundsatz der Agenda 21 ökonomisch zukunftsfähig, ökologisch tragfähig und sozial gerecht auszurichten:

Das Motto „Lokale Agenda 21 – halt die Welt im Gleichgewicht“ bestimmt maßgeblich die Inhalte der Umweltpolitik der Verwaltung des Landkreises Wernigerode. Die weitergehende Untersetzung der Umweltpolitik beruht auf den als „Leitsätze zur Umweltpolitik der Verwaltung des Landkreises Wernigerode“ definierten Grundsätzen.

Es sind Verfahren eingeführt, die sichern, dass regelmäßig überprüft wird, ob die Tätigkeit der Verwaltung diesen Leitsätzen und dem Grundsatz der stetigen Verbesserung des eigenen betrieblichen Umweltschutzes im Zuge des technischen Fortschritts entspricht. (Hinweis: Initiative ging von der PDS-Fraktion aus)

 

 

[ii] Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung. Besonders eindringlich in Kyoto, Rio und Johannesburg. Politiker rund um den Globus fordern ein Umdenken für die Zukunft. Wir wollen und sollen heute so leben, dass unsere Nachkommen ebenfalls die Chance besitzen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren eigenen Lebensstil zu wählen. Eine Erkenntnis ist heute in aller Munde:

"Es ist gewiss, dass kein Mensch bloß für sich, sondern auch für andere und für die Nachkommenschaft leben muss"

Dieser Satz steht nicht in Agenden oder Resolutionen. Er ist mehr als 200 Jahre alt und stammt von Hans Dietrich von Zanthier: Vater der Idee nachhaltiger Entwicklung, Begründer der ersten Forstakademie der Welt (in Ilsenburg).

(Quelle: Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Schule der Nachhaltigkeit e.V. im Waldhof Ilsenburg, Zanthiers ehemaliger Forstakademie 1763-1778)

 

„Die deutsche Forstwirtschaft gilt als Erfinderin der Nachhaltigkeit. Seit mehr als 200 Jahren orientiert sie sich an diesem Prinzip…“ (Quelle: Empfehlungen des Rates für Nachhaltige Entwicklung an die Bundesregierung)