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Zug der Erinnerung in Blankenburg

Im Anschluß an den Kreisparteitag am 21.11.2009 besuchten Delegierte, Mitglieder der Kreistagsfraktion und weitere Mitglieder der LINKEN den Zug der Erinnerung, der für 3 Tage auf dem Bahnhof Blankenburg Station machte.Viele Blankenburger und weitere Besucher nutzten die Möglichkeit, sich über dieses furchtbare Kapitel der deutschen Geschichte zu informieren. Erfreulich war ebenfalls, dass viele Kinder und Jugendliche zu den Besuchern gehörten.

Über ihre Eindrücke von diesem Besuch schreibt eine Blankenburger Schülerin in einem Leserbrief an die Harzer Volksstimme (11.12.2009):

 „Am Donnerstag, 19. November, war für die Schüler der 8. bis 12. Klassen des Gymnasiums „Am Thie“ ein etwas ungewöhnlicher Schultag. Denn in Blankenburg hielt der „Zug der Erinnerung“. Die einzelnen Klassen gingen von der Schule aus zum Bahnhof. Dort angekommen, bekamen sie eine Einweisung von einem freiwilligen Mitarbeiter. Dieser beschrieb uns grob, worum es sich in dieser Ausstellung handelte.
Danach durften wir den Zug besichtigen. Die meisten gingen wohl mit einem mulmigen Gefühl hinein.
Denn nach den Sätzen wie: „Es war für die meisten die letzte Fahrt, die sie hatten“, wurde uns klar, dass dieses Ereignis der dunklen Seite der Geschichte Deutschlands angehört.
Im ersten Waggon konnte man ein paar Aufsteller mit Bildern und Schicksalen der Kinder und Erwachsenen sehen und lesen. Es war alles sehr genau beschrieben. Nachdem Hitler an die Macht kam, hielt er zuerst seine Versprechen und verschaffte Arbeitsplätze und baute Straßen. Doch nach und nach setzte er seinen Willen in der sogenannten „Rassentrennung“ durch. Er war aber nicht der einzige, der damit zu tun hatte. Auch Himmler und andere waren daran beteiligt. Sie beauftragten Arbeiter, alle Juden, Zigeuner wie Sinti und Roma und Behinderte einzusammeln, um sie in Konzentrationslager zu bringen und sie zu vergasen, oder Ärzte benutzten sie für experimentelle Zwecke.
Im zweiten Waggon erfuhren wir dann noch mehr über die Täter und konnten uns einen Film anschauen. Dieser Zug hat uns sehr zum Nachdenken angeregt, da wir uns nicht vorstellen können, wie Menschen so etwas Furchtbares machen können.
Wir hoffen, dass dieser Zug auch weiterhin durch Deutschland fahren kann, um auch andere Menschen über die Geschichte von Deutschland aufzuklären. Dankeschön!“

Isabel Fiedler
für die Klasse 8a,
Gymnasium „Am Thie“ Blankenburg