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Kreistags-Linksfraktion in Güntersberge: Sekundarschule in Harzgerode muss bleiben

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2009, führte die Fraktion „Die Linke.“ des Kreistages des Harzkreises eine Bürgersprechstunde und Fraktionssitzung in Güntersberge durch. Die Beratungen vor Ort sollen den Einwohnern die Gelegenheit geben, direkten Kontakt mit den Kreistagsabgeordneten aufzunehmen und persönlich existierende Probleme vorzutragen. Neben einigen Bürgern aus Güntersberge war auch der Bürgermeisterkandidat der Linken für Harzgerode, Herr Günter Richter, anwesend.Im Mittelpunkt der Beratung standen die Vorlagen für die nächsten Sitzungen des Kreistages im November 2009. Ein wichtiges Problem für die anwesenden Einwohner, den Bürgermeisterkandidaten und die Fraktionsmitglieder waren der Erhalt der Sekundarschule am Schulstandort Harzgerode. Die Mitglieder im Kreistag sicherten auf jeden Fall zu, sich aktiv für den Erhalt einzusetzen, auch wenn die notwendige Schülerzahl von 180 nicht erreicht wird. In diesem Zusammenhang sollte man die Auflage des Landesverwaltungsamtes nicht auf die leichte Schulter nehmen, die vom „Landkreis unter Beachtung der Normwerte Maßnahmen fordern, um für die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht  bestandsfähige Sekundarschule Harzgerode eine realistische Bestandsperspektive zu erreichen oder gegebenenfalls diesen Schulstandort aufzuheben“. Aktivitäten im benachbarten Landkreis haben bisher noch keine Erfolge gebracht.Unverständlich für die Fraktion und die Einwohner war auch, dass Mitglieder des Kreistages in Magdeburg im Landtag ein Schulgesetz beschließen, das eine Mindestschülerzahl von 180 Schülern für Sekundarschulen vorsieht und die gleichen Mitglieder sich im Kreistag aufregen, wenn er dieses Gesetz umsetzen muss. Entscheidend für eine Gesetzesänderung oder eine Ausnahmegenehmigung ist nicht der Kreistag, sondern der Landtag und die dort regierenden Parteien. Die Mitglieder der Fraktion „DIE LINKE“ im Landtag setzen sich auf jeden Fall dafür ein, dass die Sekundarschule in Harzgerode den gleichen Sonderstatus wie die Sekundarschule in Elbingerode bekommt.Es darf nicht dazu kommen, dass auch noch die Sekundarschüler des Unterharzes in den Vorharz fahren müssen. Wenn man den Pädagogen der Sekundarschule schon einmal einen Maulkorb verpasst hat und sie sich nicht aktiv für den Erhalt ihrer Schule einsetzen können, dann sollten die Einwohner, die Eltern und die SchülerInnen zu außerschulische Aktivitäten greifen, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Erste Aktivitäten sind in den vergangenen Wochen schon realisiert worden.

Jürgen Rössling

Mitglied des Kreistages Harz und
des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses