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DIE LINKE - abends allein auf Schloß Wernogerode

In zeitgenössischer Kleidung führte Schloßdirektor Dr. Christian Juranek die Besucher durch das Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts

Mit Bedacht wählten die Mitglieder der LINKE-Kreistagsfraktion das Schloß Wernigerode zum Ziel ihres Kulturausflugs am 05.03.2010.Nach der Wanderung vom Marstall gab Eberhard Schröder, von 1994 bis 2007 Mitglied der Gesellschafterversammlung und des Stiftungsvorstandes von Schloß Wernigerode und seit 2 Jahren Schriftführer des Schlossfördervereins, einen Überblick über die Entwicklung des Schlosses. In den vergangenen 20 Jahren wurde dem Schloß immer die besondere Unterstützung des Eigentümers Landkreis zuteil. Auch nach Stiftungsgründung 2007 fördert der Landkreis Harz das besucherreichste Museum Sachsen-Anhalts.Besonders hervorgehoben wurde, dass das Konzept des Schlosses die Wohnkultur des Hochadels und zugleich Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts einschließt. Den wissenschaftlichen Anspruch, der auf Anregung unserer Fraktion in der Stiftungssatzung verankert wurde, belegt die Schloß GmbH mit hochkarätigen Ausstellungen und Publikationen, u.a. in der Reihe Edition Schloß Wernigerode. Entsprechend eines Gesetzes von 1994, dass die Rückübertragung von Kultur- und Kunstgut an die Vorbesitzer festschreibt, läuft das Nießbrauchsrecht auf diese Güter Ende 2013 aus. Daher besteht die reale Gefahr, dass das einmalige kulturhistorische Kleinod Schloß weitere Einbußen hinnehmen muß. Allerdings wird der bereits seit Jahren betriebene Kunstankauf für Entspannung sorgen und das Haus unabhängiger vom Alteigentümer machen.Nach soviel Information waren alle gespannt auf die Führung. Im Innenhof erwartete uns bereits der Schloßherr Dr. Christian Juranek.Als Volltreffer erwies sich, dass wir gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern die abendliche Führung gebucht hatten. So gehörte uns das Schloß mit der damit verbundenen besonderen Atmosphäre ganz allein. Für einen besonderen Reiz sorgte der Schloßdirektor, der es sich nehmen ließ, die aus dem gesamten Harzkreis angereisten Gäste im zeitgenössischen Kostüm zu begrüßen. Ein Höhepunkt der Führung war die Vorstellung von 2 Spitzweggemälden, die das Schloß seit Ende 2009 als Dauerleihgabe ausstellen kann. Ebenso beeindruckend waren die im Ergebnis des Engagements der Mitarbeiter im alten Glanz hergerichteten Räume. Weitere Vorhaben sind schon in der Planung.Die Eindrücke dieser Führung, die sich als zeitlich viel zu knapp bemessen erwies, hier wiederzugeben ist unmöglich. Daher ist allen Interessierten ein Besuch auf Schloß Wernigerode empfohlen.Seinen Abschluß fand der Schloßbesuch in einem gemütlichen Abend im Wintergarten der Gaststätte Schloßterassen. Allein der nächtliche Blick auf Wernigerode und den Brocken führten zu dem Schluß: Kreistagarbeit kann so schön sein.

Eberhard Schröder