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Die Kreistagsfraktion besucht Abfallwirtschaft Nordharz GmbH in Reddeber
Geschäftsführerin Frau Rohr (3.vl) erläutert den Fraktionsmitgliedern die technologischen Abläufe in der Sortieranlage

Autofahrer auf der B6n haben die Fassade der Abfallwirtschaft im Vorbeifahren kurz vor Augen. Die Linksfraktion im Kreistag Harz blickte am 28. April 2008 nun auf Einladung der Geschäftsführung ausführlich hinter die Kulissen der Hallen und Anlagen und interessierte sich besonders für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sowie für technologische Abläufe.
Um es gleich vorweg zu sagen: Die Gastgeberin, Geschäftsführerin Frau Rohr, konnte überzeugend darlegen, dass der Betrieb auf hohem technologischen Niveau die Abfälle nach dem neuesten Stand der Technik behandelt und entsorgt. Dazu gehört auch die lückenlose Nachweisführung der Stoffströme.
Die 150 Beschäftigten des Betriebes, darunter 5 Lehrlinge, entsorgen mit ihren 75 Fahrzeugen den Hausmüll im gesamten Landkreis Harz, die Stadt Falkenstein ist damit ebenfalls eingeschlossen. Sie sind auch in den Kreisen Goslar, Wolfenbüttel und Osterode in verschiedenen Entsorgungsbereichen tätig.
Neben dem Hauptsitz Reddeber gibt es Stützpunkte in Halberstadt und Quedlinburg. Mit Genugtuung nahmen die Fraktionsmitglieder zur Kenntnis, dass der Betrieb Gewerbesteuer (der Anteil richtet sich nach der jeweiligen Bruttolohnsumme der dort Beschäftigten) in diesen Orten zahlt.
Besonderen Wert legen Belegschaft, Geschäftsführung und der zweite Gesellschafter Remondis darauf, dass der Landkreis Harz Gesellschafter (32,8 %) bleibt. Das entspricht der Auffassung der Kreistagsfraktion, die sich strikt gegen die (weitere) Privatisierung kommunaler Unternehmen ausspricht.
Vor allem dem Engagement der Beschäftigten ist es zu verdanken, dass mit großen Anstrengungen die Gebühren für die Hausmüllentsorgung im Kreis Harz weiter stabil bleiben. Das ist unter den heutigen Bedingungen nicht selbstverständlich.
Einen Grund sehen die Kreistagsmitglieder in der Verwurzelung des Unternehmens im Harzkreis. 1953 als Unternehmen der Stadt Wernigerode gegründet, erfolgte Anfang der 90er Jahre die Übernahme von der Treuhand für 1 DM und die Gründung der kreiseigenen GmbH. Danach wurde durch Beteiligung der Rethmanngruppe technologisches Know How ins Boot geholt. Seit mehreren Jahren entsorgen die Mitarbeiter des bodenständigen Unternehmens zuverlässlich den Hausmüll im Landkreis. Hinweise von Einwohnern zur Verbesserung der Abläufe werden dankbar aufgenommen. Das fand bei den Fraktionsmitgliedern abschließend noch einmal die volle Anerkennung. 

Eberhard Schröder
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender