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20 Jahre Beitritt der DDR zur BRD heißt auch Verbindungen ausbauen.

Auch Busverbindungen ermöglichen Begegnungen

Linkspolitike aus den Kreisen Wolfenbüttel und Harz nach der Beratung in der "Weinschenke" in Hessen

Ausgehend von einer Fraktionssitzung Ende Mai 2010 bei den Harzer Verkehrsbetrieben hat die Kreistagsfraktion DIE LINKE Harz die Verbindungen im öffentlichen Personennahverkehr zwischen den Kreisen Harz sowie Goslar und Wolfenbüttel unter die Lupe genommen.
Dabei wurde berücksichtigt, dass wir mit der Eisenbahnstrecke Halle-Halberstadt-Vienenburg ein hervorragendes Angebot im entsprechenden Einzugsgebiet haben. Klar ist auch, dass der motorisierte Individualverkehr eine zentrale Stellung einnimmt. Doch es geht auch um Orte, die etwas abseits liegen und wo der Wunsch besteht, mit dem Bus in den benachbarten Kreis zu reisen.

Wie sind eigentlich die Verbindungen im ÖPNV zwischen den Kreisen Harz sowie Goslar und Wolfenbüttel?

HVB-Aufsichtsratsmitglied Eberhard Schröder informierte über folgende Buslinien zwischen den Kreisen:

die HVB Wernigerode GmbH bedient mit den Linien 257 Wernigerode-Braunlage (6x täglich), 260 Wernigerode-Bad Harzburg (6x), 277 Benneckenstein-Hohegeiß (4x) und die HBB Halberstadt GmbH bedient mit den Linien 203 Halberstadt-Vieneburg (6x) und 215 Osterwieck-Schladen (3x) Orte Niedersachsens regelmäßig.

Die KVG Braunschweig, die RBB und weitere Busbetriebe, die den Regionalverkehr auf niedersächsischer Seite realisieren, bedienen im Landkreis Harz keine Linie (Eine Ausnahme ist der VB Bachstein ZN Hornburg, der einmal täglich auf der HBB-Linie 215 fährt.).

Ausgehend von dieser Situation regten die Bürgermeister Rüdiger Seetge (Hessen) und Marco Jede (Veltheim) an, sich den Schnittpunkt Hessen-Veltheim und Mattierzoll näher anzusehen. Auf Einladung der LINKE-MdL André Lüderitz (Sachsen-Anhalt) und Victor Perli (Niedersachsen) berieten sie gemeinsam mit den Kreistagsmitgliedern Eberhard Schröder (Harz) und Rainer Kretschmer (Wolfenbüttel) und Stadtrat Jürgen Hartmann (Wolfenbüttel) vor Ort. Beide Kreise bedienen Buslinien, die die Orte im Stundentakt anfahren. Jedoch liegen zwischen den Haltestellen Hessen und Mattierzoll 4 km. Die Ortsbürgermeister regten an, dass von Wolfenbüttel aus morgens und nachmittags je 2 Verbindungen bis zu einer möglichen Schleife in Hessen oder Veltheim geführt werden könnten. Dort bestünden dann Umsteigemöglichkeiten in Richtung Halberstadt bzw. Wolfenbüttel.

Die Kreistagsmitglieder wollen mit den jeweiligen Landräten die aktuelle Situation weiter besprechen. Dabei gehen wir von folgenden Prämissen aus:

  1. Die Anbindung muss mit einem vertretbaren wirtschaftlichen und logistischen Aufwand realisierbar sein.

  2. Für die Fahrgäste ergibt sich ein Vorteil in Form der Verbindung der Kreisstädte Halberstadt und Wolfenbüttel sowie der auf den entsprechenden Linien angefahrenen Orte (Voruntersuchungen erforderlich).

  3. Erforderlich sind der politische Wille der kommunalen Verantwortungsträger und die Bereitschaft der mit der Realisierung des ÖPNV beauftragten Unternehmen. Der Anstoß dazu kann aus den kommunalen Vertretungen der Kreise und Orte kommen.

Einige der anwesenden Politiker werden am gemeinsamen Festakt zum 20. Jahrestag des Beitritts der DDR zur BRD am 02.10.2010 in Halberstadt teilnehmen. Dort wollen sie die Gelegenheit nutzen, um mit den Kreisvertretern über praktische Politik im Interesse der Einwohner der Nachbarlandkreise zu sprechen und Verbindungen, auch im ÖPNV, auszubauen.

Eberhard Schröder
Stellv. Fraktionsvorsitzender