Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Eberhard Schöder

Sozialpass im Harzkreis fest etabliert

Der auf Initiative der LINKEN im gesamten Harzkreis angebotene Familien- und Sozialpass hat sich fest etabliert. Im Jahr 2010 wurden allein bis Ende Oktober 6.646 Pässe beantragt und ausgestellt.

Wahrscheinlich wird bezogen auf das gesamte Jahr 2010 die Zahl 7.500 erreicht oder gar überschritten.

 

Der auf Initiative der LINKEN im gesamten Harzkreis angebotene Familien- und Sozialpass hat sich fest etabliert. Im Jahr 2010 wurden allein bis Ende Oktober 6.646 Pässe beantragt und ausgestellt.
Wahrscheinlich wird bezogen auf das gesamte Jahr 2010 die Zahl 7.500 erreicht oder gar überschritten.
Bei Einführung des Passes im Jahr 2008 beteiligten sich 49 Einrichtungen des Landkreises, darunter die Verkehrsbetriebe des Kreises und der Stadt Halberstadt. Das Kammerorchester Wernigerode und  
das Kloster Michaelstein sind ebenso dabei wie elf Bäder, die Kreismusikschule, 16 Bibliotheken, 31 Museen, die Glasmanufaktur Derenburg, das Aktiv-Spielhaus Thale und fünf Musikschulen. Neu hinzugekommen sind inzwischen als wichtige Partner das Nordharzer Städtebundtheater, das Kurzentrum Bad Suderode, der Wernigeröder Bürgerpark und Pullmann City Harz in Hasselfelde.

Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter, auch Asylbewerber, Kinder und Jugendliche in Kinderheimen können ebenso Anträge stellen wie Personen und Familien, die trotz täglicher Arbeit nur über geringe Einkünfte verfügen.

DIE LINKE im Harzkreis will den Pass weiterentwickeln. So wollen wir erreichen, dass die Harzsparkasse und möglichst weitere Banken allen Passinhabern ein kostenloses Girokonto anbieten. Auch werden wir dafür werben, dass sich weitere Partner im Landkreis der Sozialpassinitiative als Partner anschließen.

Leider konnten wir nicht verhindern, dass die Busbetriebe bei ohnehin erhöhten Fahrpreisen die Ermäßigung bei Einzelfahrscheinen für Sozialpaßinhaber ab dem 1. Januar 2011 von bisher 50 % auf nur noch 40 % reduziert haben. Das könnte sich letztlich sogar als Nachteil für die Betriebe erweisen und muß aus unserer Sicht rückgängig gemacht werden.

Die Streichung des Elterngeldes und der Zuschüsse beim Übergang von ALG i zu ALG II, die unsägliche Diskussion um die Erhöhung des Regelsatzes um inakzeptable 5 EUR und die Einführung von Gutscheinen zeigen, wie wichtig der Familien- und Sozialpass ist.

Dieser ändert nichts an der schwierigen Situation der Betroffenen, ist jedoch Beleg dafür, dass eine soziale Politik die Chancengleichheit beim Zugang  zu Bildung, Freizeit, Sport und Kultur verbessern kann.

 

Eberhard Schröder