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Sozial- und Familienpass/Kulturpass

  1. Der Landrat wird gebeten, kurzfristig die Voraussetzungen für die Einführung des Sozial- und Familienpasses/Kulturpasses unter Beachtung der Erfahrungen der Kreise Wernigerode und Quedlinburg im Landkreis Harz zu schaffen.
  1. Der Landrat wird gebeten, dem Kreistag eine „Richtlinie zur Vergabe des Sozial- und Familienpasses“ für den Landkreis Harz vorzulegen.

Begründung:

Angesichts der zunehmenden Verarmung ganzer Einwohnergruppen ist die Erweiterung des Passes auf den Landkreis Harz ein Beitrag, die Teilhabe von Betroffenen am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben besser zu ermöglichen.
Eine besondere Rolle spielt dabei, dass im Landkreis Harz über 6600 Kinder unter 15 Jahren in Armut leben (Quelle: Der PARITÄTISCHE Sachen-Anhalt). 

Bereits seit 1995 gab es im Landkreis Wernigerode den Familien- und Sozialpass sowie im Landkreis Quedlinburg den Kulturpass. Durch das Engagement der Kreisverwaltung Wernigerode in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden wurde ein effektives, in der Praxis bewährtes Verfahren zur organisatorischen Abwicklung geschaffen.

Der Pass in Wernigerode kommt, von minimalen Verwaltungsaufwendungen abgesehen, ohne finanzielle Zuschüsse durch den Kreishaushalt aus. Erfahrungen besagen darüber hinaus, dass eine zum halben Preis gekaufte Eintrittskarte für eine ohnehin geöffnete Einrichtung besser ist als eine nicht gekaufte.
Am 01.06.2005 hat der Kreistag Wernigerode die neuen Richtlinien zur Vergabe (Anpassung an die Einführung SGB II und SGB XII) ohne Gegenstimme beschlossen. Auf dieser Grundlage nutzen zurzeit 1927 Personen im Bereich des ehemaligen Landkreises den Sozial- und Familienpass.
Die Ausweitung des Passes auf den Landkreis Harz würde auch einen Beitrag zum besseren Kennen lernen der neuen Möglichkeiten im größeren Landkreis leisten.
 

Eberhard Schröder