2. November 2013

Elterninitiative Quedlinburg und LINKE-Kreistagsfraktion gewinnen bundesweiten Initiativpreis

Gregor Gysi und Matthias Höhn übergaben die Siegerurkunde an Eberhard Schröder

Die Elterninitiative Quedlinburg und die Linksfraktion im Kreistag Harz haben für ihr gemeinsames erfolgreiches Projekt „Kindergeldabzweigung im Landkreis Harz stoppen“ den von der Bundespartei DIE LINKE ausgelobten Initiativpreis „Kommune 2020“ gewonnen.
Die Harzer gingen sowohl im Onlinevoting als auch bei der Jurybewertung als bundesweite Sieger hervor. Mit dem Preis wurden erstmals Projekte und Initiativen aus der gesamten Bundesrepublik gewürdigt, die „die Entwicklung eines demokratischen, ökologischen und sozial gerechten Gemeinwesens voranbringen“. Davon erhofft sich DIE LINKE, dass Bürger und Politiker zu demokratischer Beteiligung und sozialem wie ökologischem Einsatz vor Ort ermutigt werden.

Den mit 500 EUR dotierten Preis übergaben am 02.11.2013 Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi und Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn an den Initiator der Aktion Eberhard Schröder.

In der Begründung der Preisvergabe der Jury durch Matthias Höhn heißt es: „Das Projekt "Kindergeldabzweigung im Landkreis Harz stoppen!" ist eine gemeinsame und vom Erfolg gekrönte Aktivitäten der Kreistagsfraktion DIE LINKE und der Elterninitiative Quedlinburg gegen die so genannte flächendeckende Abzweigung von Kindergeld durch den Landkreis. Dieser unterstellte allen Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderungen, die Grundsicherung beziehen, sie würden ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen. Insgesamt hatte der Landkreis über 250 solche Anträge an die Familienkasse gestellt. Bei mehr als 150 Familien wurde das Kindergeld daraufhin ganz oder teilweise abgezweigt, bei den übrigen wurde die Kindergeldzahlung eingestellt, weil die Entscheidung der Familienkasse noch offen war. Die Eltern erhalten ab 1. März 2013 wieder das volle Kindergeld, jedoch nicht rückwirkend.“

Eberhard Schröder kann sich vorstellen, dass das Preisgeld für die bessere Vernetzung der Familien eingesetzt werden könnte, in denen ein Familienmitglied mit Behinderung lebt. Letztlich sollten die Eltern aus Quedlinburg das entscheidende Wort darüber haben, wie sie das Geld verwenden wollen, so Schröder abschließend.